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Die Macht der Fantasie - Wie William die Angst vorm Fallen überwand Fallstudie von Ilana Nevill (erschienen in der Sammlung von Feldenkrais-Geschichten Zuerst bin ich im Kopf gegangen, von Loeper Literaturverlag, 2007)

item11"Eigentlich würde ich gerne mal versuchen, ein Theaterstück zu schreiben", antwortete der zwölfjährige William mit verblüffender Selbstsicherheit auf meine Frage nach seinen Zukunftsplänen und beendete damit ein Interview, welches neuneinhalb Jahre gemeinsamen Feldenkrais-Lernens zum Abschluss brachte. Beim Abschied überreichte William mir ein Kärtchen, auf dem er versichert, er werde mich "wirklich, wirklich" vermissen, und mir für "die vielen Jahre Freundschaft und Hilfe" dankt. Dann umarmte mich „Will“ (wie er sich heute nennt) mit Bärenstärke und kündigte seinen baldigen Besuch in den französischen Pyrenäen an, wohin ich zwei Tage später umzog.

Diese besondere Freundschaft war im Rahmen einer schliesslich wahrhaft partnerschaftlichen Zusammenarbeit zunächst nur höchst zaghaft gewachsen. Ganz zu Anfang hatte mich der damals knapp dreijährige aufgeweckte Junge als unberechenbare Fremde betrachtet, die ihm früher oder später bestimmt wehtun würde. Über mehrere Wochen hinweg war es deshalb immer dasselbe gewesen: sobald sich meine Hand in seine Richtung bewegte, sagte er: "Ich will jetzt nach Hause!" Kein Wunder, dass der Kleine Angst vor mir hatte: Gleich nach der Geburt war er operiert worden, um einer übermässigen Flüssigkeitsansammlung in den Gehirnkammern (Hydrozephalus) vorzubeugen. Seine spastische Lähmung war von Spezialisten wiederholt begutachtet und nach herkömmlichem, meist mit irgendwelchem Zwang und Schmerzen verbundenem Muster therapeutisch behandelt worden.

williampetit1aEines Tages hatte Mutter Emma jedoch die Entscheidung getroffen, sich und ihren kleinen Sohn nicht länger einer täglich verordneten Tortur zu unterwerfen, die darin bestand, den linken Arm des Kindes durch wiederholtes Nachvorneziehen aus der an den Brustkorb gepressten Haltung zu lösen. Auf Anraten der Mutter eines an zerebraler Lähmung leidenden Nachbarkindes hatte sie William schliesslich in meine Praxis gebracht.

Der Durchbruch zu Vertrauen und Kooperation kam plötzlich und unerwartet, obgleich er in vielen vorsichtigen Ansätzen beim Spielen vorbereitet worden war. Dabei war es immer darum gegangen, eine gewisse Distanz zu respektieren, die sich im Laufe der Zeit vorsichtig reduzieren liess. Eines Tages gallopierte William mit grossem Hallo auf seinem imaginären Pferd, während ich ihn von hinten leicht festhaltend dafür sorgte, dass er nicht vom Gaul (einem ovalen Gymnastik-Ballon) fiel. Mitten im Gallop drehte der Kleine sich auf einmal um, sah mich drollig-vorwurfsvoll an und sagte: "Ilana, du fasst mich doch tatsächlich an!" Damit war das Eis zwischen uns gebrochen. In diesem Augenblick wurden wir Freunde. Es dauerte dann nicht mehr lange, bis mein kleiner Klient seiner Mutter erlaubte, während seiner Feldenkrais Stunde einkaufen zu gehen.

Mir war klar, dass William vor allem dank der Aufgeschlossenheit und geduldigen Unterstützung seiner Familie besonders gute Chancen hatte, ein tragfähiges, seinem - noch gar nicht abzuschätzenden - Potenzial entsprechendes Selbstbild zu entwickeln. Viele andere Kinder, deren Eltern von anerkannten Autoritäten die Diagnose bekommen, dass ihr Kind mit grösster Wahrscheinlichkeit nie laufen, geschweige denn sprechen wird, erhalten nicht die gleichen Lernchancen. Williams Vater sagte mir später einmal, dass sein Sohn ohne die felsenfeste Überzeugung seiner Frau, die Ärzte hätten sich mit ihrer Diagnose getäuscht, sicher direkt nach der Geburt in einer Anstalt für schwerstbehinderte Babies untergebracht worden wäre. Statt dessen erhielt der Kleine zuhause all die Zuwendung und Unterstützung, die er zu Anfang seines nicht gerade leichten, doch immer reicher werdenden Lebens brauchte. "

Sehr bald erwiesen sich die Symptome, die dem Kind zu schaffen machten - spastische Lähmung des linken Beins (im linken Arm noch viel ausgeprägter), Sehbehinderung, unzulängliche Raumwahrnehmung und damit verbundene Unsicherheit bei Orientierung und Bewegung - als weniger gravierend als zunächst befürchtet. Doch litt der kleine Junge sehr darunter, dass er nicht alles genauso gut wie andere Kinder machen konnte - besonders als er eingeschult wurde und Probleme beim Lesen, Schreiben und Rechnen hatte. Williams unausgesprochenes Programm jedoch blieb zunächst einmal unverändert: Er wollte genau wie andere Kinder sein und alles können, was er sich vornahm.

williampetit4Angesichts seiner in dieser Hinsicht wachsenden Frustration und seiner gleichzeitig eindeutig förderungfähigen Möglichkeiten kribbeltes es oft in den Fingerspitzen meiner "Feldenkrais Hände".

Ich hätte ihm liebend gerne sofort geholfen, größere Geschicklichkeit und damit mehr Zufriedenheit mit sich und der Welt zu gewinnen. Doch der kollosale Argwohn, den der Kleine allen Erwachsenen in Therapeutenrolle entgegenbrachte, zwang mich zunächst einmal zu Geduld und Zurückhaltung. So wurde der William für mich zu einem Lehrer, der mir laufend Lektionen im Abgewöhnen jeden falschen Ehrgeizes erteilte, z.B. dem, möglichst schnell sein Vertrauen zu gewinnen. So sah ich mich lange Zeit zur Aufgabe jeglicher Hoffnung auf zügige, systematische Umsetzung all meiner Pläne und Ideen gezwungen, wie ich dem kleinen Jungen genau die Erfahrungen vermitteln könnte, die er brauchte, um das, was er wollte, schliesslich erfolgreich zu verwirklichen. Die feinmotorische Verbesserung der linken Hand z.B. musste so lange ein Traum bleiben, bis das Kind selbst daran interessiert war. Statt solch konkrete Ziele zu verfolgen, hatte ich zunächst einmal dem Kleinen die Führung zu überlassen. Dabei zeigte sich relativ schnell, dass über die Richtung des Weges, den wir uns beim spielerisch somatischen Lernen gemeinsam erschufen, implizite Übereinstimmung herrschte.

williampetit3Als mir der Junge mit etwa dreieinhalb Jahren schliesslich offiziell erlaubte, ihn anzufassen, blieb natürlich nicht aus, dass meine Finger gelegentlich den dünnen Schlauch berührten, der direkt unter der Haut des Kindes vom Schädel, an der rechten Halsseite entlang überschüssige Flüssigkeit in den Bauchraum abfliessen lässt. Es gelang mir erst allmählich, den mit solcher Berührung verbundenen Schreck zu neutralisieren. Mit der Angst, ich könnte dies lebenswichtige Abflussröhrchen aus Versehen zudrücken, erging es mir genauso. Im Hintergrund stand für mich die bange Frage, was passieren würde, wenn der direkt nach Geburt "eingepflanzte" Abflußschlauch plötzlich "mitzuwachsen" aufhört. Auch die latente Furcht, William könne bei unseren manchmal ziemlich waghalsigen Spielen etwas passieren, machte mir gelegentlich zu schaffen, zumal der kleine Knabe vor nichts zurückzuschrecken schien. Solange seine blühende Vorstellungskraft ihn in aufregende Abenteuer verwickelte, kannte er keine Angst und war zu den halsbrecherischten Aktionen bereit. Beim Verfolgen und Absichern von Williams oft kompensatorischen Fatasieaufschwüngen kam mir das Feldenkrais-Diktum: "Das einzige Prinzip dieser Methode ist, dass es kein Prinzip gibt" innerlich sehr zu Hilfe!

Williams hochgradig idealisiertes Selbstbild (auf Spielplatz und später Schulhof, gelegentlich etwas angeschlagen) wurde bei unseren fantasiebeflügelten Unternehmungen immer wieder merklich stabilisiert, aber auch ansatzweise korrigiert und damit realistischer. In dem Maße, in dem der Junge mehr Interesse an körperlicher Gewandtheit zu zeigen begann, konnte ich nämlich dafür sorgen, dass er sich zunehmend bewusster mit den konkreten Anforderungen der gegenwärtigen Situation auseinander setzte D.h. er lernte vor allem, sich - trotz der ihm oft bewußten Möglichkeit, es vielleicht doch nicht zu schaffen - auf den propriozeptiv- kinästhetisehen Sinn zu verlassen, und dabei etwas wirklichkeitsgetreuer einzuschätzen, was ihm tatsächlich erreichbar war und was nicht.

williampetit2Doch zunächst beherrschte die Fantasie das Feld, und ich begleitete den kleinen Helden gehorsam bei den unmöglichsten Missionen und war ihm bei den unglaublichsten Rettungsmanövern behilflich. Während wir Riesen umlegten, Kinder aus brennenden Häusern retteten, oder "böse Planeten" besiegten, nahm ich natürlich alle erdenklichen Gelegenheiten wahr, bei denen die imaginären Schlachten vielleicht mit echten Siegen in Feldenkraisschen Sinne enden konnten. Das heisst, ich versuchte immer wieder, nicht allzu schwierige Lernsituationen in unser Spiel einzubauen, welche bewegliche Aufmerksamkeit und körperliche Geschicklichkeit erforderten. So kletterten wir z.B. mehrere Wochen hintereinander zu unserer Feldenkrais-Spielstunde auf den Dachboden. Beim Festhalten an der Leiter begann Williams linker Arm sich ganz von selbst vom Körper zu lösen und zu strecken. Ein wackelig runder Korb wurde zum Boot, das nur dann nicht kenterte, wenn das Kind mit zur Seite ausgebreiteten Armen darin balancierte. Ein langes Brett diente mehreren Zwecken. Mal war es ein mehr oder weniger steiler Abhang, mal Rutschbahn oder Leiter. Ein Besenstiel diente dem kleinen Feuermann als Rutschstange, die ihm ermöglichte, bei Alarm auf schnellstem Wege sein Fahrzeug zu erreichen.

williampetit5aAn Spielmotivation und -einfällen mangelte es dem kleinen Jungen nie. Ich sah meine Aufgabe vor allem darin, selbst seine verrücktesten Einfälle zum Ausgangspunkt echten somatischen Lernens zu machen, was natürlich nur manchmal und teilweise gelang. William war gerade sieben geworden, als er auf die Idee kam, einen besonders waghalsigen Befreiungstrick à la Houdini zu inszenieren: Aufrecht in seiner Kutsche stehend sauste er in wilder Jagd über die Steppe; in der einen Hand hielt er die Zügel, mit der anderen schwang er die Peitsche, während ich das auf vier grossen Rollen liegende Brett, auf dem der Junge sein Gleichgewicht zu bewahren suchte, langsam- und auch mal etwas schneller - vor und zurück bewegte. Plötzlich kam ihm in den Sinn, in dieser prekären Situation eine Selbstbefreiungsaktion auszuprobieren. Ich musste ihm dazu die Handgelenke zusammenbinden (natürlich mit Elastikband, sodass der kleine Held eine Chance hatte, sich wirklich zu befreien) und dann höllisch aufpassen, denn vielleicht hatte sich das Kind zu viel zugemutet. Doch wie so oft bewies William auch diesmal, dass er sich nicht überschätzt hatte. Ich konnte nur staunen, wie geschickt er auf dem sich ununterbrochen bewegenden Brett balancierte - diesmal ganz ohne Benutzung der Arme. Er drehte und wendete sich dabei genau wie der berühmte Houdini, bis er sich aus den Fesseln befreit hatte. Seine traumtänzerische Sicherheit war umso erstaunlicher, als William in den ersten Lebensjahren eine so unsichere Beziehung zu Raum, Schwerkraft und Bewegung hatte, dass er in immer wieder neue traumatische Erlebnisse verwickelt wurde. Seine Mutter erzählte mir zu Beginn unserer Feldenkrais-Abenteuer voller Sorge, dass ihr kleiner Sohn zuhause oft weinend auf der obersten Treppenstufe saß und sich nicht herabtraute, weil er Angst hatte, wieder einmal herunterzufallen und sich wehzutun; oder er hockte in einer Ecke mit dem Gesicht zur Wand, heulte vor Frustration und hieb immer wieder auf seinen linken Arm ein: "Ich hasse Dich! Ich hasse Dich!"...

Sobald der tapfere Befreiungskünstler seine Hände aus der Fessel gezogen hatte, machte er ganz unerwartet einen grossen Luftsprung und landete zu meiner Erleichterung wohlbehalten auf dem Rücken des Pferdes (einem meiner zu dieser Zeit alle mit Augen, Maul, Nüstern, ohre und Mähne bemaltem ovalen Ballons). Nun auf seinem Hengst galoppierend, rief er triumphierend aus: "Ich hab mich wirklich selbst überrascht!" und fügte nach einer kleinen Denkpause hinzu: "Ich dachte, ich würde das nicht schaffen, aber ich wusste, dass ich nicht fallen würde."

P0000020Nach diesem Erfolgserlebnis war der kleine Junge bereit, sich "auszuruhen", d.h.mir zu erlauben, seinen Körper vorsichtig in noch ungewohnte Möglichkeiten der Rückenbeugung zu bewegen. Daraus entwickelte sich ein neuer Vorschlag: Nächstes Mal wollte William den gleichen Befreiungstrick mit auf dem Rücken zusammengebundenen Händen versuchen. Ein paar Wochen später sollte die Stunde wieder einmal mit einer Kutschenpartie beginnen: "Es macht wirklich Spass, weil ich gut balancieren kann!" Das war weder Wunschdenken noch leere Prahlerei. Selbstwahrnehmung und Geschicklichkeit des Kindes hatten sich tatsächlich im Laufe der Zeit entscheidend verbessert. Damit bestätigte William, dass "unser Selbstbild niemals statisch ist. Es ändert sich von Handlung zu Handlung" (Moshe Feldenkrais, Bewußtheit durch Bewegung, 1968) - solange wir für Lernen offen bleiben, überwiegend in positivem Sinne. Was William bei all diesen Spielen lernte, war etwas sehr Wichtiges, das vielen Menschen ihr Leben lang vorenthalten bleibt: Solange er den - wie z.B. bei seinem prekären Balance- und Befreiungsakt - auf ihn einstürmenden komplex multi-sensorischen Reizen seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenkte, hatte der Gedanke an Versagen oder Misserfolg keine Macht über ihn.

Mit dem wachsenden Vertrauen zu sich selbst entfaltete sich auch Williams Vertrauen zu mir (als "Freundin", wie er oft betonte; als "Lehrerin" hat William mich nie angesehen); und so konnten unsere "SpielStunden“ allmählich immer mehr zu einer äusserst subtilen "wortlosen Kommunikation" zwischen zwei Nervensystemen werden, bzw. zu dem "Tanz", von dem Moshe Feldenkrais oft sprach, wenn er das Wesen Funktionaler Integration erläuterte: Bei solch einem Tanz bewegen sich beide Partner mit der gleichen Leichtigkeit und Sanftheit; welcher von ihnen gerade die Führung hat, ist dabei nicht mehr zu erkennen. Das zunehmend zwischen uns herrschende unausgesprochene Einverständnis hinsichtlich Richtung und Art unserer spielerischen Forschungsaktivitäten, die tollen AHA-Erlebnisse beim vorsichtigen Herantasten an neue Wege, irgendeine besondere Absicht erfolgreich zu verwirklichen, führten dazu, dass sich der kleine Junge auch auf unsere zunehmend schweigsameren kinästhetischen Dialoge zu freuen begann. Bei solchen Gelegenheiten, still und aufmerksam in sich hineinzuhören, stiess er immer häufiger auf das untrügliche Gefühl von neuen Freiheitsgraden und damit auch auf ein immer verlässlicher werdendes inneres Wissen, was in einer Situation tatsächlich "machbar" ist. Beispielsweise bereitete es dem Jungen bald keine Schwierigkeiten mehr, auch seinen linken Arm nach vorne oder oben zu strecken - oder sogar nach hinten, um ein Spielzeug aus seiner rückwärtigen Hosentasche zu holen. All das schlug sich in Williams wachsenden Bewegungsrepertoire und einem durchaus positiv realitätsgerechteren Selbstbild nieder.

Immer wieder boten sich Gelegenheiten, seine wachsende Selbstsicherheit unter Beweis zu stellen, z.B. wenn er gelegentlich Medizin- Studenten als interessanter Fall vorgeführt wurde; oder als er mit Hilfe seiner wunderbaren Oma zu der englischen Königin über die Absperrung kletterte, um ihr einen Blumenstrauss zu überreichen. Dabei erhielt der damals knapp Sechsjährige von Prinz Philip ein Kompliment für seine perfek galante Verbeugung, das ihn lange Zeit voller Stolz sehr aufrecht hielt.

P0000030aEin besonderer Höhepunkt war für William sein erster Auftritt vor der Kamera und die Gelegenheit, sich anschliessend selbst auf dem Bildschirm zu sehen. Bei der Entstehung eines Videofilms über den Einsatz aufblasbarer Ballons in der Feldenkrais Praxis war ich auf die Idee gekommen, statt langwierige Erläuterungen zum Thema "Luft als Brücke in der Kommunikation mit dem Nervensystem" abzugeben, William die Demonstration dessen anzuvertrauen, was das Geheimnis dieser Arbeit ausmacht: Der Luftdruck muss "stimmen", dh. der benutzte Ballon darf weder zu hart noch zu weich sein. Sein kleiner Körper zeigte tatsächlich mit überzeugender Deutlichkeit, was passiert, wenn das Nervensystem des Feldenkrais-Lernenden bei Bewegungen von einer sanft nachgebenden Unterlage propriozeptiv-kinästhetischen Feedback erhält. William brauchte nichts künstlich zu inszenieren: als er sich rittlings auf den zu harten Ball setzte, fiel er mir genauso unversehens rücklings in die Arme wie bei dem zu weichen Ball. Sicheren Halt und eine verlässlich klare Beziehung zur Schwerkraft hatte er nur auf dem korrekt aufgeblasenen Ballon; sobald sein kleiner Hintern ganz minimal in dessen Oberfläche einsank, begann William sofort wie beim Trab auf einem echten Pferd zu federn und rief aus: "Der ist gut !“

Besonders witzig war, als sich mein kompetenter kleiner Assistent während einer Reihe anderer Ballon-Experimente plötzlich dem Kameramann zugewandt mit theatralischer Geste den imaginären Schweiß von der Stirn wischte: "Mensch ist das anstrengend - Showbusiness!"

Wie das Schicksal es wollte, wurde der sich so gut eingespielte Entfaltungsprozess genau zu der Zeit besonderen Belastungen ausgesetzt, als ich mich schon darüber freute, dass wir endlich die Basis für "richtige" FI Stunden geschaffen hatten. Ich meinte, wir könnten nun mit vereinten Kräften an eine Aufgabe gehen, die dem kleinen Jungen ganz besonders am Herzen zu liegen begann: Mehr Kraft und Geschicklichkeit in der linken Hand zu entwickeln. Kurz nach Williams siebten Geburtstag wurden unsere FI Stunden vor allem deshalb immer seltener, weil Williams Eltern mit gravierenden Problemen zu kämpfen hatten (wachsende Entfremdung der Eltern, ausgelöst durch die unaufhaltsam selbstzerstörerische Reaktion des nach Williams Geburt an Krebs erkrankten Vaters; dritte Schwangerschaft der völlig überforderten Mutter, die es nur dank des Totaleinsatzes der Grossmutter schaffte, die Familie zusammenzuhalten).

Nach der Geburt ihres dritten Sohnes fand Emma trotz guter Vorsätze nur noch sporadisch Zeit, William zu mir in die Praxis zu bringen. Es schien ihr auch deshalb zunehmend schwerer zu fallen, irgendeine Form von Kontinuität zu bewahren, weil ich von Zeit zu Zeit woanders unterrichtete und manchmal nicht in Bath zu erreichen war. William reagierte auf die wachsende Verunsicherung und emotionale Belastung in der Schule und Zuhause mit Schwindel- und Migräneanfällen, und fiel, wie sein Schulrektor den Eltern in einem Schreiben mitteilte, mit auffallender Häufigkeit auf dem Schulhof hin. Dass solche Stürze gelegentlich von unbarmherzig rohen Mitschülern ausgelöst wurden, erfuhr ich, als William einmal mit Pflastern auf Knien und Wange zu mir kam und sich über die feigen Schikanen von "Schlägern" auf dem Schulhof beschwerte. Erst nach seiner Umschulung in eine private Sonderschule fand William im wörtlichen und übertragenen Sinn ein gewisses Gleichgewicht wieder. Ganz wesentlich war dabei auch, dass seine geliebte Omi ihm eine wöchentliche Reitstunde spendierte. Der Reitunterricht lieferte unseren jetzt in grösseren Abständen stattfindenden Feldenkrais Stunden wichtige "Aufhänger" zu gezieltem somatischen Lernen. Dabei ging es meist um Erkennen und ansatzweise Überbrückung von Unterschieden zwischen der linken und rechten Körperhälfte und zunehmend bewusstere Reduktion des Muskeltonus im linken Bein, Arm und Hand - vor allem durch Erfahrung der ungeahnten Bewegungsmöglichkeiten von Wirbelsäule und Becken. Auch zum Programm gehörten Versuche, differenziertere Fingerbewegungen auszuführen.

Einmal begleitete ich William zum Reitunterricht. Auf dem Pferderücken schien der kleine Junge wirklich "ganz er selbst" zu sein: Absolut furchtlos, mit hervorragender Körperhaltung und sanft sich wellenförmig bewegendem Rückgrat lenkte er das Pferd durch die Arena, wobei er beide Hände benutzte. Nur manchmal liess er die linke ein Weilchen auf dem Pferdehals ruhen. Der kleine Reiter bildete mit dem Tier eine Einheit, wie man sie nicht allzuhäufig beobachten kann. Ich musste bei diesem Anblick an das denken, was er mir einmal anvertraut hatte: "Am liebsten wäre ich ein Zentaur - halb Mensch, halb Pferd...oder ein Faun."

Mit dem Beitritt in einen Theaterclub für Kinder wurde die Imagination des damals knapp Achtjährigen in eine Bahn gelenkt, die sein Leben entscheidend bereicherte, aber auch noch hektischer werden liess. Von mir begleitetes Feldenkrais Lernen blieb dabei eine Zeitlang ganz auf der Strecke, bewies jedoch andererseits "in der Ernstsituation" seinen Wert - in diesem Fall auf der Bühne. William hatte dort einen grossen Erfolg als "Mister Faun", der - mit Schwanz und Regenschirm elegant über den linken Arm drapiert - wider Willen bis zu seiner Befreiung einer bösen Hexe zu Diensten sein muss. Dazu war ziemlich viel Text auswendig zu lernen, was dem im verbal-kommunikativen Bereich überdurchschnittlich begabten Jungen ohne grosse Schwierigkeiten gelang.

Als die Vorführungsreihe zuende war, tauchte William wider regelmässiger in meiner Praxis auf: "Ich will kommen. Feldenkrais ist toll..., das Beste, was ich mir nach einem stressigen Schultag wünschen kann!" Unsere Sitzungen, fügte er hinzu, seien immer das Interessanteste in seinem Leben gewesen - "noch viel besser als Kindergarten". Etwas verschämt vertraute er mir eines Tages ein ganz besonderes Geheimnis an: "Ich sollte dir das eigentlich nicht sagen: Jeden Geburtstag, wenn ich die Kerzen auf dem Kuchen ausblase, wünsche ich mir, dass ich wieder drei Jahre alt wäre". Der Grund: "Damals war ich allein mit Mammi zuhause...und das war auch die Zeit, als ich dich kennenlernte." Manchmal erinnerte er sich an irgend etwas, was er als ganz kleiner Steppke mit mir gespielt hatte, und wollte das unbedingt noch einmal erleben, wie z.B. Das Ringe-mit-einer-Lanze-Aufspießen beim „Reiterturnier“, das damals vor allem der Hand-Augen-Koordination gedient hatte: „Das hat mehr Spaß gemacht als Spielen mit Spielzeug.“

Dass die bisher wenigstens sporadische Kommunikation mit Williams Mutter schliesslich fast ganz abbrach, lag daran, dass Emma mit ihrem neuen Baby voll ausgelastet war. Mein kleiner Freund und Klient schien sich manchmal etwas traurig und vernachlässigt zu fühlen und wurde jetzt gelegentlich von seinem Vater, doch meist von der Grossmutter gebracht, die mir mit der Zeit viel von dem Kummer mit ihrer kleinen Sorgenfamilie anvertraute und oft glücklich war, während Williams Feldenkrais Stunde etwas Zeit zum Lesen oder einfach zum Ausruhen zu haben.

Als ich eines Tages erfuhr, dass dem inzwischen Zehnjährigen der linke Arm und alle Finger der linken Hand ein Jahr lang geschient werden sollten, überfiel mich ein Gefühl ohnmächtiger Frustration, denn es war unmöglich, diesen vom Feldenkrais-Standpunkt aus äußerst fragwürdigen Eingriff zu verhindern. Wie mir erklärt wurde, hatte sich Emma von einem Fachmann überzeugen lassen, dass Williams "Gehirn sich nur dann daran gewöhnen würde, dass der linke Arm auch gerade sein kann", wenn Arm und Hand 12 Monate lang mit einem aus „speziell-federleichten“ Strechverband geschient würden. Das Resultat war natürlich abzusehen: „Will“ war unleidlich - besonders während der heissen Sommermonate, als die Einengung seiner Bewegungsfreiheit mit oft unerträglichem Jucken verbundenen war. Emma war am Ende ziemlich entäuscht: "Sein Arm und seine Hand sind nun schön gerade, aber jetzt benutzt er seine Linke fast überhaupt nicht mehr. Dabei war er doch früher mal ganz geschickt damit!", klagte sie mir einmal am Telephon.

Es dauerte eine Weile, bis William sich für die Wiederentdeckung der Funktinsmöglichkeiten seiner linken Hand und entsprechende „Übungen“ zu interessieren begann. Oft war er dazu nach der Schule viel zu müde, oder anderes war ihm wichtiger, wie z.B. die Linderung der durch Schul- und Alltagsstress verstärkten Spastizität im linken Bein oder Rückenschmerzen – besonders nach einem Sturz beim Reiten. Doch eines Tages war er wieder ganz motiviert: „Ich will lernen, meine Schnürsenkel selbst zuzubinden. Es ist mir wirklich peinlich, einen Erwachsenen um Hilfe zu bitten.“ Er sagte das zu Anfang einer unserer letzten Feldenkrais-Stunden, in der wir sofort eine an Montessori orientierte Vorrichtung zum üben bastelten und mit einegem Erfolg ausprobierten. Williams Großmutter nahm sie mit nach Hause, und mir blieb nichts anderes übrig, als zu hoffen, daß dort irgend jemand die Zeit finden würde, William gelegentlich beim Üben zu helfen.

Luke, Williams süßer kleiner Bruder, sollte sich leider im Laufe der Zeit als wahres Teufelchen entpuppen. Seine scharfen Zähnchen hinterliessen oft deutliche Spuren auf Williams Armen und sogar in seinem Gesicht.

Als der Kleine älter wurde, ließen die „Beißangriffe“ allmählich nach und hörten schließlich ganz auf. Trotz des prekären ‚Stillhalte-Abkommens’ zwischen den Brüdern gab es immer wieder einmal Zusammenstöße. Zu seiner vorletzten Feldenkrais Stunde Anfang Mai 2006 z.B. kam William verheult und in sich gekehrt, wie ich ihn noch nie erlebt hatte. Luke, das niedliche kleine Monster, hatte ihm mit solcher Wucht ein Holzschwert auf den Schädel geschmettert, dass der Schmerz immer noch nicht abgeklungen war. Diesmal war ich Emma aufrichtig dankbar, dass sie das Opfer dieses Überraschungsangriffs sofort kurzentschlossen zu mir brachte. Während ich das verstörte Kind mit vorsichtigen Berührungen und Bewegungen zu sich selbst zurückzubringen versuchte, verfiel es in einen tiefen Schlaf. "Vielleicht träumt er jetzt von seinem Lieblingspferd", dachte ich - und erlebte dann etwas ganz Seltsames, das CG. Jung als "Synchronizität" bezeichnet. Draussen im Hof war plötzlich Hufschlag zu hören. William öffnete seine Augen, setzte sich auf und fragte: "War das ein Pferd? Ich hab gerade von einem Pferd geträumt." Und da war das Geräusch wieder. Als ich aus dem Fenster sah, konnte ich kaum meinen Augen trauen, denn so etwas hatte ich in den 23 Jahren, die ich hier wohnte, noch nie erlebt: Dort draussen ritt ein drahtiger junger Mann in weissen Hemdsärmeln auf einem ungesattellten Ackergaul dem Ausgang des Hofes zu - und das mitten in der eleganten Stadt Bath! William geriet förmlich in Exstase, als er gerade noch den Rücken des Reiters und das Hinterteil des Tieres um die Ecke verschwinden sah. Der Junge war felsenfest davon überzeugt, dass sein Traum ein wirkliches Pferd unter unser Fenster gezaubert hatte, und war wieder ganz er selbst. Die Kopfschmerzen waren auch weg. Fantasiewelt und konkrete Wirklichkeit waren für das Kind wie so oft wenigstens für einen Augenblick deckungsgleich geworden(1).

In einer zweiten aufwendigen Theateraufführung im Sommer 2006 spielte William in gewisser Weise die Hauptrolle und zwar so überzeugend, dass mir oft die Gänsehaut über den Rücken lief. Er war in einer Bühnenfassung von William Goldings berühmtem Roman "Herr der Fliegen" der menschlich überdurchschnittlich reife, doch äusserlich unansehnlich und kurzsichtige "Piggy", der mit anderen englischen Schuljungen auf einer Insel im Pazifik strandet. Den Versuch, "gut-erzogen", zivilisiert-menschlich miteinander umzugehen, läßt Golding scheitern: Ohne den Einfluß erwachsener Autoritätspersonen verkommen die Gestrandeten beängstigend schnell zu gefährlichen Banditen. Der Baumbestand der Insel wird mehr und mehr durch unkontrollierbare Brände vernichtet, die am Ende ein rettendes Schiff zur Insel führen. Vor der Rettung fällt ein etwas verträumter Junge namens Simon dem Jagdfieber der entfesselten Bande als vermeintliches Wildschwein zum Opfer. Dem machtlosen Piggy war schon früh die zum Feuermachen gebrauchte Brille entwendet worden. Ihr praktisch erblindeter Besitzer, der als Einziger mit vielen klugen Vorschlägen den Fall in die totale Barbarei zu verhindern suchte, wird schliesslich von einer Klippe gestossen und findet den Tod.

Er habe "einfach gewusst", dass er den langen Text für diese anspruchsvolle Rolle auswendig lernen könne, sagte William in dem zu Anfang erwähnten Interview und fügte ganz sachlich hinzu: "Mit acht oder neun war ich ja Mister Faun gewesen, und für einen Achtjährigen war der Text damals ungefähr genauso massiv wie jetzt Piggy für einen Zwölfjährigen."

Auf die Frage, was ihm an dem ganzen Theatererlebnis am meisten gefallen habe, antwortete er: "Eigentlich am meisten Spass hat mir der Sprung hinten von der Bühne gemacht, wenn sie mich am Ende von der Klippe werfen. Das war ziemlich tief, aber unten an der Matte stand jemand, der auf mich wartete." Und dann rechnete William mir genauestens vor, wie viele Male er insgesammt ins dunkle Leere gesprungen sei: Dreißig Mal und jedes Mal mit Lust und Wonne. Für ein Kind, das sich ursprünglich aus Angst vorm Fallen nicht die Treppe hinuntertraute, eine ganz ausserordentliche Leistung.

Jan2007028aAm wenigsten gefallen hatte William, dass die anderen Kinder ihn oft wirklich schubsten, statt nur so zu tun: "Ich hatte ja keine Brille mehr und konnte nichts sehen. Ich bin auf der Bühne manchmal ausgeglitscht, weil der Boden von dem Babyöl, mit dem wir beschmiert waren, so schlüpfrig war und die Bühne nach vorne abfiel." Dann hiely er mir einen langen Vortrag über die Kunst des Schauspielers, der sich nie völlig mit seiner Rolle identifizieren darf. "Ein Junge, nein eigentlich zwei, sind richtig durchgedreht, sie wurden wirklich zu den Charakteren, den sie auf der Bühne spielten, was ehrlich gesagt nicht gut ist." Er selbst sei direkt nach der Aufführung gleich wieder Will gewesen. Doch nicht ganz,wie ich gleich darauf erfuhr. Er erzählte mir, er habe mit dem kleinen Kollegen, der Simon, das andere Opfer spielte, oft abseits gesessen und überlegt, wie es wohl wäre, wenn es eine Fortsetzung gäbe, d.h. die verrohte Bande noch Jahre auf der Inseln verbrächte, statt wie durch ein Wunder gerettet zu werden. Simon und Piggy, so entschieden die beiden, würden dann als Geister die Insel heimsuchen und dafür sorgen, dass sich ihre Mörder einer nach dem anderen gegenseitig umbringen, bis nur noch der Anführer übrigbliebe - und der würde schliesslich im Wahnsinn Selbstmord begehen! Ob dabei nur von den Bühnenfiguren oder den diese verkörpernden Jungs die Rede war, blieb etwas unklar.

Auf meine Frage: " Kannst du dir eine Zukunft als Schauspieler vorstellen?" erhielt ich folgende Antwort: "Oh, ich weiss nicht so recht. Ich glaube, ich würde lieber ein Stück inszenieren oder vielleicht schreiben, denn ich möchte gerne erfahren, wie es sich anfühlt, keinen Applaus und kein Lob zu bekommen... Ein paar Gedichte habe ich ja schon geschrieben.“ Vielleicht nahm sich William wirklich nicht zu viel vor, als er ganz nonchalant hinzufügte: "Ja. Eigentlich würde ich gerne mal versuchen, ein Theaterstück zu schreiben."

item8Ich bin nach all den Erfahrungen mit William davon überzeugt, dass dieser intelligente, von Anfang an in eine Aussenseiterrolle gezwungene Junge gerade "dank" seiner Behinderung - und natürlich auch dank des frühzeitigen Feldenkrais Lernens - schon als ganz kleines Kind damit anfangen konnte, sich aktiv und kreativ mit einer Problematik auseinanderzusetzen, die keinem Menschen erspart bleibt. Moshe Feldenkrais ging gelegentlich auf die damit zusammenhängende Aufgabe ein, die seiner Ansicht nur von den wenigsten Menschen jemals voll gemeistert wird. Er betonte, dass wir zu keinem wirklich "konstruktiven" Verhalten fähig werden, solange es uns nicht gelingt, die normalerweise zu Anfang unseres Lebens täglich erfahrene illusionäre 'Allmacht' ( d.h. Mutter und Nahrung kommen, wenn man seine Wünsche und Bedürfnisse nur laut genug äußert) mit der später unvermeidlichen Erfahrung von 'Bedeutungslosigkeit' und 'Unzulänglichkeit' irgendwie ins Gleichgewicht zu bringen. Denen, die bewusst an sich arbeiten, wird es im Laufe der Zeit möglich, intelligent mit diesem Grundkonflikt umzugehen. Weniger reife Menschen dagegen lernen das nie.

Trotz seiner jungen Jahre ist mein kleiner Freund und Klient vielleicht auf bestem Wege, mit seiner Entwicklung das Gelingen dieser Reifung zu demonstrieren.

(1) Vielleicht war William mit dieser Meinung gar nicht so sehr auf dem Holzweg, wie man konventionellerweise meinen könnte. In den Augen derer, denen ein neues, auf den Erkenntnissen von Jahrzehnten Quantenphysik beruhendes Weltbild bereits zur Selbstverständlichkeit geworden ist, stellt ein solches Erlebnis nichts besonderes dar. Der Heisenberg-Schüler Professor Hans-Peter Dürr z.B. schreibt in seinem Buch "Auch die Wissenschaft spricht nur in Gleichnissen" (Herder Spektrum 2004) von "Wirklichkeit als Potenzialität", als " 'Erwartungsfeld', an dessen Entstehen streng genommen alles in der Welt beteiligt ist. Dies ist kein Energiefeld, sondern mehr ein über die ganze Welt ausgedehntes (nicht an den drei-dimensionalen Raum gebundenes) grenzenloses Informationsfeld, das eine Beziehungsintensität misst, und das mit der Entstehungswahrscheinlichkeit von zukünftig materiell-energetischen Ereignissen zusammenhängt." (S.31) Gegenwart bezeichnet, so Dürr, den "Zeitpunkt, wo Potenzialität zur Faktizität, Möglichket zur Tatsächlichkeit gerinnt." (S. 33)

Feldenkraisnow

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